Unser Star für Baku ist bereits gefunden

Es hat nicht lange gedauert, bis Stefan Raab seinen Rückzug vom Eurovision Song Contest bekannt gegeben hat. Raab hat einfach alles erreicht. Das, kombiniert mit dem nicht ganz so glücklich verlaufenem Wechsel von Matthias Opdenhövel zur ARD, hat in mir eine gewisse Skepsis aufkommen lassen: Wird es etwa trotzdem eine Kooperation zwischen ProSieben und der ARD rund um den Vorentscheid geben? Seit heute ist klar: Ja! Eine gute Entscheidung.

Stefan Raab war ja nicht nur der Mann hinter dem neuen Vorentscheid, sondern als Jury-Präsident auch in jeder Sendung live in die Sendung eingebunden. Als dementsprechend schwierig habe ich die Nachfolgeüberlegung empfunden. Gemeinsam haben die beiden beteiligten Sender am Mittwoch nun Thomas D als neuen Kopf der Jury benannt. Eine wirkliche ausgezeichnete Wahl, wie ich finde. Thomas D ist eine bekannte Größe des Musikgeschäfts, ob mit den Fantastischen Vier oder in seinen Soloprojekten. Und auch wenn er so lange berühmt (ich mag das Wort nicht) ist, ist er in meinen Augen vor allem eines: trotzdem bodenständig geblieben. Zudem passt er auch optimal in die ProSieben-Zielgruppe. Ich bin wirklich gespannt und nun auch wieder hoffnungsvoll, wenn ich an den kommenden Eurovision Song Contest und den Vorentscheid denke.

Genauso gespannt übrigens auch in puncto Moderation. Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass Matthias Opdenhövel wieder moderieren darf. Selbst wenn er dies nun als ARD-Repräsentator tun würde – nach den Turbulenzen der letzten Wochen – man hat ihm ja noch nicht einmal einen Abschied gegönnt und auch in der letzten Ausgabe von “Schlag den Raab” wurde er totgeschwiegen – glaube ich kaum, dass ProSieben ihn überhaupt in irgendeiner Funktion über den eigenen Sender schicken will. Also freuen wir uns auf ein weiteres Gätjen-Desaster? Nein, ich hoffe auch da einfach auf mehr…

Verfasst am 15. Juni 2011 um 22:18 Uhr
Autor: Marcel Pohlig, abgelegt unter Eurovision Song Contest, Sendungen
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